Hohe Verluste
 
Trotz aller Bemühungen von Seiten der K-Verbandsführung, den Biber sicherer zu machen, blieb der Einsatz mit diesem unausgereiften Tauchboot ein Himmelfahrtskommando.
Die meisten Biberfahrer kehrten nie mehr zurück. Sie erlagen früher oder später den Angriffen der alliierten See- und Luftstreitkräfte. Die Verluste betrugen 60 bis 70 Prozent. Ihre genaue Zahl wird wohl nie zu ermitteln sein und noch weniger die Namen aller gefallenen Seeleute. Nur wenige Fahrer kamen mit dem Leben davon und noch weniger hatten das Glück, sich selbst aus einem vernichteten und auf den Meeresboden gesunkenen Biber retten zu können.
 
Der ehemalige Biberfahrer Helmut Kühne führt die hohen Verluste auf folgende Faktoren zurück:
„Wir wussten, dass bei Einsätzen mit bis zu 80% Verlusten zu rechnen war, aber Gedanken an Selbstmordeinsätze kamen uns nie. Ursachen für die vielen Verluste waren meiner Meinung nach: Überlastung des Fahrers durch unkontrollierte Luftverhältnisse, Zeitüberschreitungen der Ermüdungsgrenze, Stress durch die Forderung nach Alleinentscheidung, technische Mängel wie Motorausfall, Undichtheiten an den Tauchventilen, Navigationsschwierigkeiten durch Kompassmissweisungen und zu geringe Geschwindigkeit (vornehmlich bei Gegenströmung und auflaufender Flut), aber auch durch Sichtschwierigkeiten. Weitere Verlustursachen waren Feindeinwirkungen durch Flugzeuge und Schnellboote, weil aufgrund der Zielschwierigkeiten und der verringerten Laufleistungen der Torpedos beim Schuss bis auf 400 bis 800 Meter an das Ziel herangefahren werden musste.“
 
 
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